Während die Europäische Kommission der Verabschiedung des EU-Gesetzes zur Kreislaufwirtschaft 2026 näher rückt (beachten Sie, dass Sie der Europäischen Kommission ab dem 1. August 2025 Ihr Experten-Feedback zum Gesetz zur Kreislaufwirtschaft geben können), entwickelt sich das regulatorische Umfeld für Bau- und Abbruchabfälle (CDW) rasch weiter.
Im Mittelpunkt dieses Wandels stehen die Wiederverwendung von Materialien, transparente Datenflüsse und die digitale Rückverfolgbarkeit – alles Themen, die durch das BIM4D-Projekt umfassend unterstützt werden.
🧱 Was ändert sich in der EU-Politik?
Das kommende Gesetz zur Kreislaufwirtschaft wird einen verbindlichen Rechtsrahmen bilden:
- einen Mindestgehalt an recycelten Materialien in Bauprodukten vorschreiben
- Ermöglichung der digitalen Abfallverfolgung und -klassifizierung über EU-Grenzen hinweg,
- die Verwendung von Sekundärrohstoffen zu fördern,
- digitale Produktpässe für die Rückverfolgbarkeit vorschreiben,
- all dies über die EU-Taxonomieverordnung mit grüner Finanzierung zu verknüpfen.
Die Gemeinsame Forschungsstelle (Joint Research Centre, JRC) hat einen Entwurf für EU-weite End-of-Waste-Kriterien für mineralische Bauabfälle veröffentlicht und damit einen wichtigen Beitrag geleistet. Dieser wichtige Meilenstein definiert, wann mineralische Bauabfälle – wie zerkleinerter Beton, Fliesen und sauberer Boden – zu einem Produkt und nicht zu Abfall werden.
👉 Diese Änderungen sollen Rechtsklarheit schaffen, die Umweltauswirkungen verringern und die Widerstandsfähigkeit der Industrie sowie die Kreislaufwirtschaft fördern.
🔗 Wo passt BIM4D hinein?
Das Projekt BIM4D soll genau diesen Wandel unterstützen:
- Ausbildung von Fachleuten für den Rückbau in der Anwendung von Building Information Modelling (BIM) für die Phase C1 (Rückbau),
- Verbesserung der digitalen Dokumentation von Materialflüssen, die für zukünftige Abfallverfolgungssysteme von entscheidender Bedeutung ist,
- Unterstützung datengestützter Bewertungen, die mit den CEN/TC 350-Normen und den Umweltkriterien der Delegierten Verordnung 2023/2486 der EU übereinstimmen,
- Förderung grüner Berufsbildungswege für EQF 4-5-Arbeitnehmer in nachhaltigen Baupraktiken.
Durch die Vorbereitung der Arbeitskräfte auf den BIM-gestützten zirkulären Rückbau trägt BIM4D dazu bei, die kommenden rechtlichen Rahmenbedingungen in die Praxis umzusetzen.
Wie geht’s weiter?
Die BIM4D-Partner sind derzeit dabei:
- Fertigstellung der BIM4D-Schulungsplattform (LEARNDASH), sept 2025!
- Entwicklung von Schulungsmaterialien für sechs thematische Module zu digitalen und grünen Kompetenzen, Sept. 2025!
- Vorbereitung nationaler Pilotversuche mit 20-30 Teilnehmern pro Land, Sept. 2025! Sept. 2025!

